EM Champagny 2021

EM in Champagny-en-Vanoise (F)

Nach vie­len Unge­wiss­hei­ten, Absa­gen und Ver­schie­bun­gen war ich, wie vie­le mei­ner Team­kol­le­gen, Freun­de und Ath­le­ten der ande­ren Natio­nen, schon ziem­lich stark davon aus­ge­gan­gen, wohl erst in der nächs­ten Sai­son wie­der in das Gefühl und die Atmo­sphä­re eines Wett­kamp­fes zu kom­men. Die Welt­cup-Tour wur­de bereits im Herbst abge­sagt. Auch zwei alter­na­ti­ve Events in Mal­bun und Saas-Fee muss­ten kurz­fris­tig gestri­chen wer­den… Die aktu­el­le Lage mach­te es sehr schwie­rig sich einen fixen Plan zu recht zu legen. So ging man dann schon fast davon aus, dass auch die geplan­te EM in Frank­reich wohl kaum zustan­de käme. 

Nach einer klei­nen Ver­dau­ungs­pha­se der Info, sich wohl erst wie­der im nächs­ten Jahr ins Wett­kampf­fee­ling zu stür­zen, nutz­te ich dann die unge­wohnt freie Win­ter­zeit erst­mal um wie­der mal ein biss­chen auf die Ski zu ste­hen, Out­door­er­leb­nis­se zu sam­meln und mich mei­nem Stu­di­um zu widmen.

Zuge­ge­ben, wur­de ich dann ziem­lich von der Nach­richt über­rascht, dass es nun tat­säch­lich noch eine EM in Cham­pa­gny geben wür­de. Die eher locke­re Vor­be­rei­tung stimm­te mich eigent­lich so gar nicht selbst­be­wusst… Aber die­ses Gefühl wur­de ziem­lich stark mit der Freu­de kom­pen­siert, doch noch ein paar gute Freun­de aus den ande­ren Natio­nen wie­der zutref­fen und mich von dem Wett­kampf fürs nächs­te Jahr moti­vie­ren zu lassen! 

Ein Coro­na­test spä­ter gings dann auch mit einem klei­nen Schwei­zer­team tat­säch­lich über die Grenze!

Der zwei­te Test liess dann auch nicht lan­ge auf sich war­ten, als wir zur Regis­tra­ti­on eintrafen:)

Naja ange­nehm ists ja nicht, aber als auf­mun­tern­des Pre­sent bekam man dann ja wenigs­tens eine wei­te­re Mas­ke gesponsert 😉 😉 😉 

Dann gings auch schon schnell ins Apart­ment, da man sich ja nach 18.00 nicht mehr draus­sen auf­hal­ten durfte… 

Der ers­te Wett­kampf­tag star­te­te dann ziem­lich nor­mal. Aus­ser dass man kei­ne Mög­lich­keit hat­te, in einen war­men Innen­raum zu gehen und sein eige­nes Seil mit­brin­gen muss­te um die Qua­li zu klet­tern, war alles wie frü­her:) Und da merk­te ich schnell wie sehr ich das Wett­kampf­fee­ling doch ver­misst hat­te! Auch wenn dies­mal stän­dig der Gedan­ke im Kopf spuk­te ziem­lich mies auf die tech­ni­schen Wett­kampfrou­ten vor­be­rei­tet zu sein… Aber schnell dach­te ich dar­an die­sen ein­zi­gen Wett­kampf ein­fach zu genies­sen und das Bes­te zu geben:) So lief die Qua­li ziem­lich gut und es mach­te rich­tig Spass zu klet­tern! Zusam­men mit Vivi­en und Niko­lay konn­te ich mich dann für den Final am nächs­ten Tag qualifizieren:) 

Da war dann auch alles wie von Vor­jah­ren gewohnt: Lan­ges War­ten in der Iso­la­ti­on, vie­le ner­vö­se Gän­ge zur Toi­let­te, eine dis­kus­si­ons­rei­che Rou­ten­be­sich­ti­gung, das Gefühl kurz vor dem eige­nen Start sich am liebs­ten gaaa­anz schnell gaaa­anz weit weg zu bea­men, gefolgt von der völ­li­gen Kon­zen­tra­ti­on, Freu­de und den moti­vie­ren­den Zuru­fen wäh­rend dem Klet­tern, wenn man alle Angst ver­ges­sen hat und ein­fach sein Bes­tes gibt:) 

Eine rie­si­ge Freu­de war es für mich, dass ich die tech­ni­schen, wack­li­gen Anfangs­zü­ge gut über­stan­den hat­te und mich bis zum Ablauf der Zeit durch die Final­rou­te kämp­fen durf­te! Zu mei­ner gros­sen Über­ra­schung reich­te es dann auch tat­säch­lich bis zum Vizeeuropameistertitel:) 

Ich bin super dank­bar, dass die Orga­ni­sa­to­ren den Event tat­säch­lich pas­sie­ren lies­sen und es war so toll, wenigs­tens ein­mal  in die­sem spe­zi­el­len Jahr vie­le Freun­de der ande­ren Teams sehen zu dürfen. 

Das war rich­tig moti­vie­rend für ein hof­fent­lich tol­les nächs­tes Jahr! 🙂

 

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